Veitshöchheims gemeindliche Photovoltaikanlagen mit guten Erträgen

© Dieter Gürz

PV-Anlage Mainfrankensäle © Dieter Gürz

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PV-Anlage Hochbehälter © Dieter Gürz

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PV-Anlage Geisbergbad © Dieter Gürz

Der Rekordsommer bescherte 2015 nicht nur den Freibädern und Eisdielen starken Zulauf: Überdurchschnittlich fielen auch die Erträge der drei Photovoltaik-Anlagen der Gemeinde Veitshöchheim aus. Profitiert hat die regenerative Energiegewinnung vor allem von vielen Sonnenstunden im Frühjahr.

Sonnenstrahlung in Energie umwandeln – für die Gemeinde Veitshöchheim ist dies fast ein „alter Hut“: Die erste gemeindliche Photovoltaikanlage wurde 2011 auf dem Trinkwasserhochbehälter in Betrieb genommen. Im selben Jahr ging die Bürgersolaranlage auf der Dreifachturnhalle ans Netz, die vom örtlichen Energieversorger „Die Energie“ betrieben wird. Bauherr war in diesem Fall die GenoEnergieKarlstadt eG. 2014 nahm die Gemeinde die PV-Anlage auf den Mainfrankensälen, ein Jahr später die Anlage unterhalb der Liegewiese des Geisbergbads in Betrieb.

„124.427 Kilowattstunden Strom erzeugten die drei gemeindlichen PV-Anlagen insgesamt im zurückliegenden Jahr“, bilanzierte Bürgermeister Jürgen Götz. Rechnerisch hätte damit der jährliche Stromverbrauch von etwa 30 Einfamilienhäusern gedeckt werden können. Während die Anlage auf dem Hochbehälter die Erträge vollständig ins öffentliche Netz einspeist, decken die Solarstromanlagen auf den Mainfrankensälen und am Bad teils auch die Eigenverbräuche der Liegenschaften.

Etwas günstiger als ursprünglich angenommen fiel die im Mai 2015 in Betrieb genommene PV-Anlage am Geisbergbad aus: Mit rund 130.800 Euro inklusive Planung, Zaun und Rodungsarbeiten schlug die Anlage zu Buche, 133.410 Euro wurden ohne Planung ursprünglich veranschlagt.

„Die Zielerfüllung lag bei 106%“ teilte das mit der Überwachung der Photovoltaikanlage Geisbergbad betraute Ingenieurbüro für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2015 mit. „Mit 35.548 Kilowattstunden wurden 90,1% des Ertrags wurden im Schwimmbad selbst verbraucht“, berichtete der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth. Ursprünglich sei man von 80% Eigenverbrauch im Bad ausgegangen.

„Das Jahr 2015 ist für eine erste Bilanz schwierig“, so Speth:  Aufgrund der Rekordbesucherzahlen ist der Jahresverbrauch des Freibads trotz PV-Anlage sehr hoch ausgefallen. Die Spitzen lagen im Juli und August, den besucherstärksten Monaten. Die Anlage wiederum speiste erst ein halbes Jahr Strom ein.

Die Stromerträge der gemeindlichen Photovoltaikanlagen können hier stets aktuell abgerufen werden. Im Foyer der Mainfrankensäle erfolgt zukünftig eine Visualisierung auf einem Display.

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