Veitshöchheimer Schüler waren dem Plastikmüll auf der Spur

plastikpiraten_keyvisual_quer_buehne_1920x1080pxHäufig liest man, dass Millionen Tonnen Plastikmüll jährlich in unseren Weltmeeren landen. Dort stellt der Müll ein massives ökologisches Problem dar: Laut deutschem Umweltbundesamt befanden sich 2013 100 bis 150 Millionen Tonnen Abfälle in den Meeren, 60 % davon aus Plastik. 70 % des Abfalls sänken auf den Meeresboden, 15 % schwämmen an der Wasseroberfläche und 15 % würden an Strände gespült. Die Verantwortung dafür tragen alle, denn ein Großteil des Mülls wird über Bäche und Flüsse in das Meer getragen.

„Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier“ heißt eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016/2017 „Meere und Ozeane“ initiierte Aktion, die für diese Thematik sensibilisieren soll: Bundesweit haben Schulklassen und Jugendgruppen Ende 2016 heimische Fließgewässer und deren Uferbereiche nach (Plastik-) Müll untersucht und Statistik über die Plastikbelastung geführt. Mit dabei war auch unsere Veitshöchheimer Grundschule: In mehrern Gruppen waren die „Plastikpiraten“ am Main unterwegs und haben den Müll unter die Lupe genommen.

Siehe da: Auch in Veitshöchheim – somit direkt vor der Haustüre – fand sich natürlich allerlei Plastikmüll. Mit 58,2 % machte der Plastikmüll sogar den größten Anteil aus, gefolgt von Zigarettenstummeln (13,9 %), Glas (10,3 %) und Papier (7,3 %). Unter den Funden befanden sich auch gefährliche Sachen wie z.B. Glasscherben, scharfe Metallteile oder sogar Chemikalien. Die ausführliche Statistik der Schüler sowie Bilder sind hier online abrufbar.

Mit den bundesweit gewonnenen Daten arbeitet nun die Kieler Forschungswerkstatt weiter. Dort wird zum Beispiel analysiert, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Daraus lassen sich Schutzmaßnahmen ableiten, die Flüssen, Meeren und letztlich uns selbst zugute kommen. Alle Projektgruppen der Jugendaktion haben an einer Verlosung mit tollen Preisen teilgenommen.

>> Homepage Wissenschaftsjahr 2017, dort: Informationen zu der Plastikpiraten-Aktion

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